Definition
Lange, aufnahmebereite und nicht-utilitaristische Aufmerksamkeit für eine Realität, einen Text, eine Natur, eine Arbeit oder göttliche Gegenwart.
Die Betrachtung kann Gedanken, Emotionen und Empfindungen umfassen, ohne unbedingt auf die geistige Leere zu zielen. Sie unterscheidet sich von einem schnellen Konsum von Landschaften oder Werken.
- Langsamer ohne Leistungsziel
- Eine Realität entfalten lassen
- Unterscheidung von Aufmerksamkeit und Besitz
- Einhaltung der Körpergrenzen
Wortherkunft und Kontext
Der lateinische Kontemplari ist dem Templum verbunden, einem Raum, der begrenzt ist, um Zeichen zu beobachten. Im Christentum wird Kontemplation zu einer Form liebevoller Erkenntnis Gottes.
Warum ist das wichtig?
Momente der Ruhe können Ruhe und Wertschätzung fördern. Erfahrungen der Verwüstung oder Wunder werden in der Psychologie studiert, ohne dass ihre religiöse Interpretation von ihnen allein bestätigt oder widerlegt wird.
- Langsamer ohne Leistungsziel
- Eine Realität entfalten lassen
- Unterscheidung von Aufmerksamkeit und Besitz
- Einhaltung der Körpergrenzen
Wie lässt es sich erkunden oder praktizieren?
- Zehn Minuten ohne Telefon einen Baum beobachten
- Langsam einen kurzen Text lesen
- Hören auf ein ganzes Werk ohne andere Aktivität
- Dann beachte, was sich in deinen Augen verändert hat
Missverständnisse und wichtige Hinweise
- Die Betrachtung erfordert nicht, daß man seine Gedanken ignoriert.
- Die Natur ist nicht immer ein sicherer oder zugänglicher Raum.
- Eine ästhetische Erfahrung erlegt keinen Glauben auf.
Perspektiven verschiedener Traditionen
- Christentum: kontemplatives Gebet und göttliche Gegenwart.
- Platoonismus: Orientierung der Seele auf das Wahre und Schöne.
- Ökospiritualität: Aufmerksamkeit für das Leben und ökologische Verantwortung.
Weiter gehen
- Das Innere Schloss — Thérèse d'Avila
- Schwerkraft und Gnade — Simone Weil